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Route
4.
ESKI STAMBUL (ALEXANDRIA TROAS) NACH BEHRAM
(ASSOS) ÜBER KULAKLI UND KAP BABA
Kulakli
................. 5 STD.
Assos ................. 4 STD.
Kap Baba ............
5 STD.
Aus Mr. Pullan's Notizen von einer Reise im
Jahre 1866.
Folgen Sie der Küstenstraße bis zur Ebene von
Tuzla, 4 Std. Sie führt durch eine Landschaft, die linkerhand teilweise
landwirtschaftlich genutzt und spärlich mit Kermeseichen bedeckt ist;
rechts befindet sich das Meer mit der Insel Tenedos in einiger Entfernung.
Nach 3 Stunden wird das Dorf Kush Deresi (Schaffell) passiert.
Damit wird auch die Ebene von Tuzla betreten; sie leitet ihren
Namen von den heißen Salzquellen in einem Dorf am Kopfende der Ebene
ab, eine halbe Stunde links der Route. Diese Quellen sind einen Besuch
wert; eine entspringt einem 20 Minuten Fußweg oberhalb des Dorfes
entfernt gelegenem Felsen; das Wasser ist so heiß beim Austritt, daß
man die Hand nicht hineinhalten kann. Die Dorfbewohner kochen
darin Geflügel, das, nach angemessener Zeit des Eintauchens, nicht nur
gekocht, sondern auch gesalzen ist. Die andere Quelle ist näher
am Dorf, mit einem Badehaus überbaut. Die Moschee
von Tuzla, ein schlichtes, quadratisches
Kuppelgebäude, war eine
byzantinische Kirche. Auf einem Friedhof auf dem Hügel sind viele
griechisch geformte Steine zu sehen, die vom Apollo Smintheus Tempel in
Kulakli hierher gebracht worden sind. Auf einem Feld rechts der
Straße nach Kulakli kann ein schönes ionisches Kapitell
betrachtet werden, ebenfalls vom selben TempeL.
Nach der Ebene von Tuzla wird ein enges
Tal betreten,
das allmählich ansteigt zum Fuß eines Hügels, auf dem das malerische
Dorf Kulakli liegt. Unterkünfte sind in dem Oda des
Dorfvorsitzenden zu erhalten. Wenn der Reisende mit einem Zelt
ausgestattet ist, ist der
beste Ort zum Aufstellen bei einer Quelle in den Gärten am Fuß des Hügels.
Inmitten dieser Gärten sind die Fundamente des Tempels von Apollo Smintheus zu sehen, die 1866 von Mr. Pullan
für die Dilettanti Society ausgegraben wurden. Der Tempel war ein
schönes Beispiel ionischer Bauart mit 8 Säulen an Vorder- und
Hinterfront und pseudodipteral im Grundriß. Teile der Kapitelle, Säulen
und des Säulengebälks liegen nahe der Stellen, an denen sie
ausgegraben wurden. Die Apollo-Statue war von Scopas, aber aus Holz; sie
wurde von einem der byzantinischen Herrscher nach Konstantinopel gebracht.
Der Tempel war vollständig aus weißem Marmor, wahrscheinlich aus
Cyzicus im Marmarameer.
Die Säulen sind an der Basis 3 Fuß 9 Zoll im Durchmesser, 47 Fuß hoch und der Unterbau
des Tempels maß 116 mal 98 Fuß.
oben
Von Kulakli nach Assos führt
die Straße über wildes,
gebirgiges Land, 2 Stunden Wegs mit Gestrüpp bewachse. Dann
erreicht man das Dorf Burgas. Von nun an gewinnt die
Landschaft an Charakter und die Szenerie an Großartigkeit. Vorn
ist eine Ebene, etwa 200 Fuß über dem Meeresspiegel, übersät mit Bäumen,
begrenzt zur Linken von niedrigen Bergen, zur Rechten vom Meer,
von dem sich -schwarz von Olivenplantagen die höchsten Berge
der Insel Mytilene erheben, so nahe, daß die Lage der Dörfer an ihren
Hängen vom nackten Auge ausgemacht werden kann. Jenseits der Ebene, am
Meer, ragt der alleinstehende Felskegel empor, auf dem die Akropolis von
Assos lag -das auffallendste Gebilde in der Landschaft. Nach 2
Stunden wird das Dorf Behram, das sich an die Ruinen anschließt,
erreicht.
Behram
(Assos) 4 Stunden. Die Beschreibung der Ruinen durch Mr. Abbot vom
Auswärtigen Amt, der Assos nach Mr. Pullan besichtigte, ist so vollständig,
daß wir sie ganz wiedergeben: -"IL'on peut etudier dans ces
murailles le plus belle example de construction hellenique que les siècles nous aient
conserve.m -
Texier, ,,Asic Mineure," p.201, hrsg. 1862. ,,Die Ruinen von
Assos geben womöglich den vollständigsten Eindruck von einer heute
noch bestehenden griechischen Stadt wieder." -Leake, ,,Journal
of a Tour in Asia Minor,"
hrsg. 1824, pp. 128, 129.
Laut Strabo, ("Geog."
lib. xiii. c. 1), soll die Stadt eine koloniale Gründung von Methymne (Molivo)
gewesen sein. Die äolischen Städte genossen eine besonderes System der
Selbstverwaltung und bildeten zusammen eine Art Hansischen Bund. Nach
der Übernahme durch das persische Reich wurde Assos als Lieferant von
Weizen für die persischen Monarchen genannt. Während der Wirren, die
dem Untergang der persischen Monarchie vorausgingen, erlangte Assos für
kurze Zeit wieder seine Unabhängigkeit. (350 v.Chr.); -siehe
Strabo, "Geog" lib. xiii. c. 1- und ein Eunuch namens Hermeias
gelangte zur Herrschaft. Er lud die Philosophen Xenokrates und
Aristoteles an seinen Hof und gab Letzterem seine Nichte zur Frau. Die
Perser jedoch ergriffen wieder Besitz von Assos und töteten Hermeias.
Die Philosophen entkamen nach Griechenland. Nach dem Tode
Alexanders war Assos ein Teil des Königreichs des Lysimachos, von
dessen Herrschaft es zu den Königen von Pergamon kam; und wurde schließlich,
nach dem Tod von Attalus II, 130 v. Chr. dem Römischen Reich übertrageng.
Der hl. Paulus und der hL Lukas besuchten Assos auf ihrem Weg von
AlexandriaTroas nach Mytilene (Apostelg. xx. 13). Assos war eine der am
frühesten christlichen Kolonien. Maximus, Bischof von Assos, war
Mitglied des 3. Allgemeinen Konzils in Ephesus (431 n. Ohr.). Danach
verschwindet der Name Assos aus den Annalen der Geschichte. Der heutige
Name Behram soll von einem der Generäle des Eroberers Orhan, der diesen
Teil Kleinasien heimsuchte, herrühren. Entstehungsdaten der
byzantinischen oder mittelalterlichen Türme auf der Akropolis sind
unbekannt. Strabo erwähnt Assos als berühmt für seine Befestigungen
und seine Philosophenschule. ("Geog.") lib. xiii. c. 1);
"Assos ist
befestigt und gut ummauert, es hat
einen steilen und langen Anstieg vom Meer und vom Hafen, so daß man den
Musiker Stratomius verstehen kann, wenn er gesagt haben soll, 'Komme
nach Assos, um desto schneller den Gipfel der Vernichtung zu erreichen.'
Der Hafen ist mit einer großen Mole
ausgestattet. Der stoische Philosoph Cleanthes, der die Nachfolge der
Schule des Zeno von Citium antrat und sie dem Chrysippus von Soleus
vermachte, wurde hier geboren.
Die Zeile von Stratomius ist eine Parodie der
Strophe aus der "Ilias" lib. vi. ver. 143, und das Wortspiel
ein gutes Beispiel eines griechischen Scherzes: ...
oben
Das Wort Sarcophagus wird abgeleitet von einem
Gestein, das in der Nähe von Assos gefunden wurde Plinius, "Naturgeschichte,"
lib. xxxvi. c. 27.-- "Bei Assos in der Troas wird das
Sarkophaggestein in einem Steinbruch aus einer leicht zu spaltenden
Gesteinsader gewonnen. Die Körper der in diesem Stein Begrabenen sollen
innerhalb von 40 Tagen verzehrt sein, bis auf die Zähne. Nach Mucianus
werden auch die Spiegel, Kleidung, Spriegel und Schuhe versteinert. Von
der selben Art gibt es Steine in Lykien und im Osten, die, an die Körper
von Menschen gebunden, sich ins Fleisch fressen." Und auch, lib. ii.
c.
98: "In der Nachbarschaft von Assos in der Troas wird ein Stein
gefunden, der jegliche Materie verzehrt." Der Sarkophagstein soll
auch gut gegen Gicht gewesen sein! Plinius,
lib. xxvi. c.
37: "...und es gibt ein anderes Heilmittel gegen Gicht - altes Öl,
geschlagen mit einem Sarkophagstein, mit Fingerkraut in Wein gepreßt
und gemischt mit Kreide oder Asche;" und (lib. xxxvi. c. 28):
"Der salzgetränkte Stein von Assos vermindert die Gicht, wenn man
die Füße in ein Gefäß stellt, das daraus gemacht ist ." Celsus
(lib. iv. c.
24) empfiehlt ebenso die Verwendung "des Steines, der sich in das
Fleisch frißt und den die Griechen 'sarcophagon' nennen."
Was dieser Stein war, ist, so glaube ich, unbekannt.
Diese Passagen von Strabo und Plinius stellen,
zusammen mit Apostelgeschichte 10, V.13,14, alles dar, was über Assos
von Schriftstellern im Altertum gesagt wurde.
Als wir im November 1864 in Assos waren, beschäftigte
die türkische Regierung ein Abordnung Soldaten unter der Führung eines
Binbaschi damit, aus den Ruinen die größten Steine herauszubrechen, um
sie für den Aufbau der neuen Docks des dortigen Arsenals zu
verschiffen.
Die Überreste von Assos können in drei
Gruppen aufgeteilt werden: Gebäude, Mauern und Gräber.
Gebäude- Die
Akropolis. Nicht eine Spur bleibt von dem dorischen Tempel, der hier
stand, außer einigen Kapitellen, die zu einem Zaun aneinandergereiht
sind. M. Texier entfernte die Friese und alle anderen Steine von
Wert; sie sind jetzt im Louvre. Nun kann die genaue Lage kaum noch
ausgemacht werden. Dieser Tempel war von einer besonderen ägyptischen
Art und wurde vollständig von ihm beschrieben.
·Siehe
Texier und Pullan's 'Ruins of Asia Minor.'
An der Nordseite, auf einer künstlichen
Plattform, die aus dem Felsen herausgearbeitet wurde, über dem Dorf Behram
hängend, steht ein quadratisches Gebäude mit einer niedrigen Kuppel,
das jetzt als Moschee genutzt wird; es war augenscheinlich früher eine
byzantinische Kirche. Die Inschrift über dem Eingang besteht aus roh
gehauenen Buchstaben und soll zum Gedenken an die Erbauung der Kirche
durch einen Bischof von Scamandria sein, aber diese Interpretation
erscheint sehr unbefriedigend. Bei Boeckh kommt sie nicht vor.
Hinter der Kirche steht gut erhalten ein aufragender quadratischer Turm
mit Schießscharten, und im Westen davon ein weiterer Turm als Ruine.
Diese Türme sind roh gebaut und vergleichsweise jungen Datums. In der Nähe
der Türme befinden sich einige Bogengewölbe, wahrscheinlich aus der
gleichen Zeit. Einige antike Reste -ein Teil eines Gesimses und
gebrochene Säulenstücke- sind in die Wände der Moschee eingelassen;
einige andere liegen verstreut herum, aber nichts von Interesse. Die
Aussicht vom Plateau der Akropolis ist sehr schön. Beim Abstieg auf dem
Pfad vom Gipfel sollte der Reisende die seltsam verzerrten, säulenartigen
Formen des Basalts beachten.
oben
Auf der Süd- oder Seeseite des Hügels waren
die wesentlichen Gebäude angesiedelt, und hier haben die jüngsten
Zerstörungen sich am meisten ausgewirkt. Es scheint zwei Terrassen
gegeben zu haben, eine am Unterteil der Akropolis, die andere weiter
unten am Hang zum Meer. Die obere Terrasse hatte hinten Mauern am Felsen
und war vielleicht mit einem Gang versehen, die eine Seite der Agora
bildete. Diese Mauerzeile ist von wunderschöner Kunstfertigkeit;
mit kleinen Öffnungen in regelmäßigen Abständen, vielleicht zu
Drainagezwecken, jedenfalls haben sie eine ornamentale Wirkung. Vor den
Mauern liegen die Reste einiger großer Gebäude, deren Größe und längliche
Form an den mit riesigen Blöcken versehenen Fundamenten zu erkennen
sind. Am Osttor des Hauptgebäudes standen zwei Monolithen, angeblich
die größten des Ortes, einer eine Säule, der andere ein riesiger
quadratischer Block, der so an sie gelehnt ist, als sei er vom
Eingangstor gefallen. Die Säule war die einzig aufrecht
stehengebliebene des Ortes. Die Türken hatten angefangen, einen Graben
um sie herum zu bauen und hofften, sie in ein paar Tagen umgestürzt zu
haben. Zum Osten hin sind die Reste eines kleinen Gebäudes, das
vermutlich ein Nympbäum gewesen ist. Es besteht aus zwei Räumen;
Teile von drei Seitenmauern der größeren Kammer sind noch erhalten. In
die Rückwand des Hauptraumes ist eine halbrunde Platte eingemauert, und
auf dem Boden lag ein ausgehöhlter Stein wie ein Wasserbecken. Reste
von anderen Gebäuden sind ebenfalls vorhanden, es scheint aber einen
Erdrutsch von den überhängenden Klippen gegeben zu haben, und die
verbliebenen Ruinen liegen nur noch chaotisch zuhauf. Die untere
Terrasse ist ein Ruinenfeld, auf dem nicht zu unterscheiden war, welchem
Zweck die ehedem darauf befindlichen Häuser dienten. Von der unteren
Terrasse sieht man auf das Theater hinunter. Leake erwähnt es
als "in vollständigem Erhaltungszustand" befindlich. Texier schreibt: "Un vaste théâtre, dont les siéges
sont encore en place; mais le prosoenium est en grande partie écroulé."
Es
ist jetzt nur noch ein großer Steinbruch, die Sitze von den Versuchen,
sie fortzutragen, in unbeschreiblichem Durcheinander
aufeinander gehäuft. Ich fand nur zwei Sitze in situ und zwei kleine Bögen,
die anscheinend die Stufen gestützt haben, die von Sitzreihe zu
Sitzreihe führten; das Proscenium kann deutlich gesehen werden,
ist aber mit Erde bedeckt und von Gras und Unkrautüberwachsen. Vom
Theater führt eine holprige Straße zur Scala oder
Landungsplatz, an der es ein kleines Fischerdorf und einen,
Wellenbrecher gibt. Die alte Mole, die von Strabo erwähnt wird,
befindet sich östlich davon. Einige Spuren von ihr sind vom Meer aus zu
sehen. Wir leiten unsere Schritte zurück zur oberen Terrasse, wo, auf
der Westseite, gerade diesseits der Mauern am Haupttor, der dorische
Tempel des Augustus stand. Die Blöcke, die den Architrav formten, lagen
auf dem Pfad, der zum Meer führt, Seite an Seite auf der Erde, bereit,
verschifft zu werden.
Auf einem anderen Block etwas größeren Ausmaßes
fanden wir eine Hälfte der Inschrift, die von Leake wiedergegeben wird,
in kleinen Buchstaben und sehr beschädigtt. Sie haben vermutlich über
einem Tor gestanden und lauten wie folgt: (Dieser Teil des Tempels)
"wurde repariert aus den Einnahmen aus der Verpachtung der Ländereien,
die Kleostratos, ein Sohn der Stadt und gebürtig aus dem Stamm der
Apellikon, für die Reparatur der Stadt hinterließ." (Apellikon, s.
Strabo.)
oben
Mauern -Die interessantesten und
besterhaltenen Überreste in Assos sind die Mauern. Sie bilden eines der
vollkommensten noch bestehenden Beispiele der Befestigungsarbeiten, die
die Griechen des Altertums schufen. Die Mauern wurden so aufgebaut, daß
sie die natürlichen Bodengegebenheiten zu ihrem Vorteil nutzten und die
Stadt in zwei Teile schieden, zwischen denen die Akropolis stand. Die
Trennmauer ist weniger stark als die äußeren Mauern. Sie wurden
errichtet aus dem örtlichen trachytischen Granit und außen sehr sorgfältig
mit großen facettierten Blöcken versehen. Weder Zement noch Mörtel
wurde benutzt. Die westlichen Mauern sind am besten erhalten. Wir
fanden, daß die besterhaltene Mauer, die in der Nähe der Gräber, so
gut wir messen konnten, 27 Fuß 10 Zoll hoch war, ohne Mauerkappe.
Die Türme sind, bis auf eine Ausnahme, alle
quadratisch. Für eine Beschreibung dieses runden Turms mit anschließender
Bastei siehe Texier. Er vermutet, er sei pelasgisch. Es schien mir
jedoch genauso wahrscheinlich, daß sein grober Bau so früh als aus
einer prähistorischen Periode datieren könne. Die Wände scheinen eine
doppelte Verblendung gehabt zu haben, der Zwischenraum gefüllt mit
groben Blöcken, so daß sie die Krone entlang einen Weg bildeten. Texier
schätzt ihren Umfang auf 3103 Meter.
Tore -Diese scheinen die
bemerkenswertesten Überbleibsel in Assos zu sein. Ihre Bauweise zeugt
von frühestem Altertum, und sie stellen Beispiele des waagerechten
Bogens dar, der bei den Griechen vor der Einführung des wahren oder Keilsteinbogens
in Gebrauch war. Es gibt drei Haupttore, eine in der Trennmauer und zwei,
die zum offenen Land führen. Alle drei sind nahe beieinander.
Das Haupteingangstor, von Texier als Stich überliefert,
war gerade vor unserer Ankunft von den Türken zerstört worden. Merkmal
des griechischen PseudoBogens war, das er aus einer bestehenden Mauer
herausgeschnitten und nicht durch aufeinander aufbauende, einander stützende
Steine gebildet wurde. Dieser Pseudo-Bogen ist wohlbekannt vom Löwentor
in Mykene, er formt einen Rahmen um die Löwenplastiken. Ich sah einen
ähnlichen Bogen bei den jüngsten Ausgrabungen in der Nähe von
Bounarbashi. Es gibt weitere Beispiele dafür am Grab des Tantalus und
anderswo. Die Verwendung des waagerechten Bogens ist jedenfalls ein
Beweis hohen Alters. Texier schreibt: "Supposer que ces murailles ne
remontent plus au-delà du cinquieme siécle avant J.-C., c'est leur
assigner la limite la plus rapprochée qu'il soit possible."
Gräber -Die Gräber der normalen
griechischen Art, geschmückt mit Girlandenplastiken, sind nahezu alle
Trümmer. Im folgenden sind die Maße des vollständigsten
wiedergegeben: -Länge, l2 Fuß; Breite, 4 Fuß 11 Zoll; Höhe, 3 Fuß
10 1/2 Zoll; Dicke des Steins, 7 1/2 Zoll.
Die Inschriften, die wir sahen, bestanden aus
griechischen Buchstaben, waren aber stark beschädigt. Mir ist nicht
bewußt, daß eine lateinische Inschrift in Assos gefunden wurde. Dies
scheint davon zu zeugen, daß die Stadt ihren griechischen Charakter bis
zuletzt bewahrte.
Um zurückzukehren, schlagen Sie die Straße
nach Kap Baba ein, der Küste entlang -ein wunderschöner Ritt von 4
Stunden- und kommen nach 3 Stunden an einem antiken Gelände vorbei.
In Kap Baba -einer blühenden kleinen Stadt am
äußeren Ende des Kap Lektum-, kann man bequeme Unterkünfte erhalten.
Der äußerste Punkt beherbergt eine Burg mit ausgebesserter Garnison.
Überreste aus dem Altertum sind in der Stadt nicht zu sehen.
Die Straße nach Kulakli führt an der Küste
entlang und steigt nach einer halben Stunde zum Meer hinab. Dort ist
eine Quelle mit gutem Wasser. Danach geht es einen steilen,
gepflasterten Anstieg hinauf und man verläßt die Küste, weiterhin
allmählich ansteigend zum Dorf Kulakli, eineinhalb Stunden.
Oder kehren Sie zurück über Paschaköy, 1
Stunde, Helesbakr, 1
1/2 Stunden, Avdereh Furt, 1 Stunde 10 Minuten,
(Mr. Abbot hatte große Schwierigkeiten, den Fluß
zu überqueren) nach Aivajik 1/2 Stunde und Alexandria
Troas.
Versuchen Sie nicht, über das Meer zurückzukommen oder Kap Baba mit
einem Kaïk zu erreichen, wenn der Wind von Norden kommt. Sowohl Mr.
Abbot als auch Mr. Pullan versuchten es, hatten aber keine Erfolg,
sondern wurden nach Mytilene abgetrieben.
oben
Übersetzung 1992 und ©2000: webmaster assos
(Bert Genzink) |